Was ist eine Lastschrift?

Eine Lastschrift dient im bargeldlosen Zahlungsverkehr als Instrument, bei dem ein Zahlungsempfänger die ausstehende Forderung vom Konto des Zahlungspflichtigen einziehen darf.

Die Lastschrift kann jede beliebige Summe beinhalten. Der Gläubiger ist der „Zahlungsempfänger“, seine kontoführende Bank die „erste Inkassostelle“, der Schuldner der „Zahlungspflichtige“ und dessen Bank die „Zahlstelle“. Der Zahlungsempfänger löst die Lastschrift aus, der Schuldner kann sie bis sechs Wochen nach Ausführung widerrufen. Damit unterscheidet sich die Lastschrift von den vom Schuldner ausgelösten Zahlungen per Dauerauftrag oder Überweisung. Diese sind prinzipiell unwiderruflich bis auf Ausnahmen etwa wegen falscher Bankverbindungen oder juristischer Unklarheiten.

Lastschrift
Foto: © vschlichting (bigstockphoto)

Die moderne Lastschrift ist seit November 2010 eine SEPA-Lastschrift, die auch im europäischen, grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr angewendet wird. Dementsprechend ist sie in Deutschland sehr beliebt, im Onlinehandel ist sie bezogen auf die Transaktionsvolumina das zweitwichtigste Zahlungsinstrument (nach Überweisungen), bezogen auf die Zahl der Transaktionen sogar das wichtigste.

Für die Durchführung des Lastschriftverfahrens müssen beide Seiten über ein Girokonto verfügen. Die Zahlung wird dem Empfänger schon vor der Einlösung vorbehaltlich gutgeschrieben. Wenn das Konto des Schuldners keine ausreichende Deckung aufweist, kann die Bank des Empfängers die Zahlung stornieren. Wenn das nicht bis zwei Tage nach der Buchung geschehen ist, gilt die Lastschrift für den Empfänger als gutgeschrieben. Der Schuldner kann sie dennoch sechs Wochen lang widerrufen.


Antwort vom - Kategorien: Finanzen, Zahlungsverkehr, Lastschrift

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