Was ist Leasing?

Leasing ist die kostenpflichtige Nutzungsüberlassung eines Wirtschaftsgutes. Geleast werden gern Fahrzeuge und Maschinen, aber auch Gebäude und Anlagen. Zivilrechtlich ist Leasing ein atypischer Mietvertrag. Leasing ist aber günstiger als Mieten, weil der Leasingnehmer die Pflege, Wartung und Gewährleistungsansprüche übernimmt. Er trägt damit ein Kosten- und Abnutzungsrisiko, das individuell nach der Art des Leasingvertrages gestaltet werden kann.

Leasingverträge lassen sich leichter als Mietverträge in Kaufverträge umwandeln, wobei typischerweise Leasingraten wenigstens teilweise angerechnet werden. Es gibt zwar auch einen Mietkauf mit Mietanrechnung, doch die Rechtspositionen unterscheiden sich beim Mieten, Leasen und Finanzieren. Der größte Unterschied findet sich Besitzverhältnis der beteiligten Parteien (Vermieter / Verkäufer / Leasingeber und Mieter / Käufer / Leasingnehmer) zum Objekt:

  • Bei einer Miete und beim Leasing bleibt das Objekt unzweifelhaft im Besitz des Vermieters oder Leasinggebers.
  • Beim Kauf per Finanzierung gehört das Objekt juristisch sofort dem Käufer, jedoch unter dem Vorbehalt der vollständigen Tilgung der Schuld. Wenn diese per Bankkredit erfolgt, hat die Bank das Pfandrecht auf das Objekt.
Leasing
Foto: © tashatuvango (bigstockphoto)

Leasing bringt Kaufleuten steuerliche Vorteile, wenn der Leasingvertrag günstig gestaltet ist. Privatleute genießen beim Leasing eines Kraftfahrzeugs den Vorteil, dass sie es zurückgeben können. Kommunen betreiben das Modell Sell-and-lease-back, bei dem sie kommunales Eigentum - Gebäude oder auch eine Straßenbahn - verkaufen und zurückleasen. Das kann wirtschaftliche Vorteile bringen.


Antwort vom - Kategorien: Finanzen, Finanzierung, Leasing

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